Gunther Rost

Organist & Dirigent

Kontakt: Waltraud Gigerl, +43 676 577 4306
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»Rost und die Bamberger Symphoniker unter Gabriel Feltz bilden ein Spitzengespann, wie es bei Einspielungen leider selten anzutreffen ist; Dirigenten und Orchester betrachten die Gattung offenbar als allzu entlegen. Sie sollten ihre Meinung überdenken.«

Friedrich Sprondel, Fono Forum

Biografie

Bereits als Schüler führte Gunther Rost das gesamte Bachsche Orgelwerk auf. Er gewann über ein Dutzend internationaler Auszeichnungen, u. a. den Leipziger Bachpreis, war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Träger des Bayerischen Kunstförderpreises.

Er studierte Orgel bei Günther Kaunzinger und Marie-Claire Alain, Dirigieren und Chorleitung bei Jörg Straube und Hermann Dechant.

2002 wurde Gunther Rost auf eine Professur für Orgel an die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz berufen. Als Gast unterrichtete er u. a. an der Royal Academy of Music London, der Chopin Akademie Warschau und dem Tschaikowsky Konservatorium Moskau.

In Graz gründete er das Zentrum für Orgelforschung, das sich u. a. mit der Weiterentwicklung des Instruments beschäftigt und eng mit Fachbereichen wie Elektroakustik, Ergonomieforschung oder Computertechnologie zusammen arbeitet. Erstmals konzipierte er an einer europäischen Musikuniversität eine mobile digitale Konzertorgel und eine modulare Pfeifenorgel.

Der Künstler veröffentlichte Aufnahmen bei Motette, OehmsClassics, der Deutschen Grammophon und arte. Die Zusammenarbeit mit dem Komponisten Petr Eben mündete in der Gesamteinspielung seiner Orgelwerke, an der auch der Rezitator Gert Westphal und die Bamberger Symphoniker mitwirkten. »Rost is by far the best player of this music«, kommentiert der American Record Guide. Gunther Rosts Diskografie umfasst außerdem Werke von Bach, Vivaldi, Chopin, Dupré und Alain. Zur Aufnahme der Goldberg Variationen J. S. Bachs schreibt das Fono Forum: »Rosts Einfallsreichtum und die außerordentliche Klangvielfalt der Orgel machen seine Einspielung zu der vielleicht apartesten, die man zur Zeit zu hören bekommt – Cembalo- und Klavierversionen eingeschlossen.«

Engagements führen Gunther Rost als Solist in die Konzerthäuser von Wien und Berlin, in die Philharmonie und das Mariinsky Theater Sankt Petersburg, in das Auditorio Nacional de Música Madrid, zum Rheingau Musik Festival und dem Bachfest Leipzig. Von 2012 bis 2014 war er Organist in Residence der Bamberger Symphoniker. Darüber hinaus arbeitete er mit KünstlerInnen und Ensembles wie Tine Thing Helseth, Christoph Prégardien, Elīna Garanča, dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem Windsbacher Knabenchor, den Münchner Bachsolisten, dem Gewandhaus Orchester Leipzig, der Staatsphilharmonie Nürnberg, der Deutschen Radiophilharmonie, dem Malaysian Philharmonic Orchestra und dem Dallas Symphony Orchestra zusammen.

Seit 2016 widmet sich Gunther Rost wieder verstärkt dem Dirigieren. 2018 gründete er das 4D Orchester, 2023 4D Barock. Mit beiden Ensembles entstanden seither mehrere Einspielungen, u. a. mit neu beauftragten Werken.

Seit 2023 verbindet ihn außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Komponisten SJ Hanke, dessen Werke er wiederholt zur Uraufführung brachte. Hanke widmete Rost seinen Zyklus "Traumnovelle" (nach A. Schnitzler) und SLEEP NO MORE für Orgel und großes Orchester (Uraufführung mit der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von GMD Roland Böer 2025).

Videos

Händel Orgelkonzerte

Gemeinsam mit seinem Ensemble 4D Barock entstanden aktuell Aufnahmen mehrerer Konzerte für Orgel und Orchester von G. F. Händel, mit Gunther Rost als Solist und musikalischem Leiter. Wie bereits die Bach-Konzerte in Orgeladaption mit dem 4D Orchester wurden und werden auch die Aufnahmen als Video auf YouTube und als audiophile Stereo- und Surroundaufnahmen auf der Ensemblewebsite frei zugänglich zum Download veröffentlicht.

>> zu den Aufnahmen

SJ Hanke

Der Komponist SJ Hanke schrieb 2023 für Gunther Rost und 4D Barock ein kurzes Werk für Orgel und Barockorchester, als zeitgenössischen Kommentar zu Händels bekannten Orgelkonzerten – BIRDS GONE ASTRAY:

In Fortführung dieser Zusammenarbeit fand 2024 die Uraufführung von Hankes abendfüllendem Zyklus Traumnovelle für Sprecher (oder Schauspiel) und Orgel durch Gunther Rost und Werner Strenger im Grazer MUMUTH statt, nach dem gleichnamigen Werk Arthur Schnitzlers:

Im Februar 2025 erklang schließich mit SLEEP NO MORE Hankes erstes Konzert für Orgel und Orchester mit Widmungsträger Gunther Rost an der Orgel, mit der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von GMD Roland Böer:

Im September 2026 wird SLEEP NO MORE in einer von KölnMusik beauftragten Kammermusikfassung von Gunther Rost gemeinsam mit dem Alinde Quartett in der Kölner Philharmonie zur Uraufführung kommen.